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Unter dem Motto „Mit neuer Energie in die Zukunft“ hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie am 27. Mai 2004 zum vierten Mal den Bayerischen Energiepreis verliehen. Die Auszeichnung würdigt herausragende innovative Produkte, Verfahren und Methoden aus den Bereichen Rationelle Energienutzung, Erneuerbare Energien und Neue Energietechnologien. Im Rahmen eines Festaktes zeichnete Staatsminister Dr. Otto Wiesheu das Geothermie-Projekt Simbach-Braunau mit dem Anerkennungspreis aus.

Staatsminister Dr. Otto Wiesheu (Bildmitte) mit den diesjährigen Preisträgern
Mit dem Modellprojekt Geothermie Simbach-Braunau wurde die erste grenzüberschreitende Fernwärmeanlage im zusammenwachsenden Europa realisiert. Gleichzeitig wird ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet, da mit dem innovativen Projekt eine fast emissionsfreie Wärmeversorgung großer Teile der Städte Simbach und Braunau am Inn ermöglicht wird. Neben den Großkunden wie Krankenhäusern, Schulen, Freizeitzentren und Rathäusern werden über 500 Wohnobjekte mit geothermischer Wärme versorgt. Eine kosteneffiziente Art der Bohrung macht hierbei die Besonderheit des Vorhabens aus: mit der sogenannten abgelenkten Bohrtechnik liegen die notwendigen Bohrpunkte für Wasserein- und austritt an der Erdoberfläche nur 15 Meter voneinander entfernt, während sie im Erdinnern um viele hundert Meter auseinander liegen. Nach den Berechnungen der Betreiber können durch das Projekt im Endausbau ca. 8.500 Tonnen Kohlendioxid und jeweils mehr als sechs Tonnen Schwefeldioxid und Stickoxide pro Jahr vermieden werden.
Nürnberg, 28.05.2004
Weitere Informationen zum Geothermieprojekt Simbach-Braunau
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